Lederhosn Amore

Lederhosn Amore

Ein idyllischer Morgen irgendwo im nirgendwo: Ein Jäger streift einsam durch den mit Morgentau bedeckten Wald, jemand spielt im Sonnenaufgang auf seinem Horn. Das Dorf erwacht und mit ihm ein kleiner Junge.
Was auch die Einleitung eines bayerischen Heimatfilms sein könnte, ist der Anfang des neuen Musikvideos zu "Lederhosn Amore" der Steinsdorfer Band D'Hundskrippln.

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Die Musiker sind lange keine Neulinge der Szene mehr – gegründet haben sie sich bereits 2009 und spätestens seit ihrem Hit "Gloana Bauer", einem Cover des Wheatus Songs "Teenage Dirtbag", sind sie allen Fans der bayerischen Rockmusik ein Begriff. Nach etlichen Auftritten und diversen Umbesetzungen folgte nun im April der erste Longplayer "Lederhosn Amore" und Julian Hoecher Media produzierte das Musikvideo zu der gleichnamigen Single Auskopplung.

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Zwei Tage lang wurde bei sommerlichen Temperaturen in der ländlichen Umgebung Ingolstadts gedreht. Unermesslich war hier unter anderem der Einsatz der Drohne, mit welcher die weiten Felder und der dörfliche Charme eingefangen werden konnte.

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Der Song und somit auch das Video ist gespickt mit Momenten des Schmunzelns und des Augenzwinkerns. Auf humorvolle Art und Weise beschreibt es eine Angst, die wohl jeder hat: Die Angst vor dem Älterwerden. Im Verlauf des Videos wechseln sich drei Generationen der Bandmitglieder ab – anfangs sind es die Jungs von vor 15 Jahren, später die Erwachsenen aus dem Hier und Jetzt und zu guter Letzt noch ihre Alter Egos als alternde Männer.

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"Oida na,
i gebs
nimma her."

Dies findet aber nicht rein chronologisch statt – mehrmals gibt es ein unrealistisches Zusammentreffen der verschiedenen Hundskrippln, wie zum Beispiel beim Tauziehen, bei dem Jung gegen Alt antritt. Diese Szene hat jedoch auch noch eine weitere Bedeutung: Mit der Textzeile "oida na, i gebs nimma her" ist der Platz auf der Bühne und die Band an sich gemeint, die keine der beiden Generationen mehr missen möchte. Es gibt einen Kampf um die Bretter, die die Welt bedeuten und – wie sollte es anders sein – den die Kinder gewinnen.
"Oida na, i gebs nimma her" ist aber auch eine Anspielung auf die gute alte Lederhose, die von keiner der drei Generationen wohl je wieder abgelegt werden wird.

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"Jetzt hamse nen echten Bayer aus mir gemacht."

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Auch der Stereotyp des "Zugroastn" muss dran glauben: Wer den heimischen Dialekt nicht beherrscht, seine Tracht falsch trägt und trotzdem glaubt, ein echter Bayer zu sein, wird kurzerhand mit Wasserbomben abgeworfen.
Das Video endet damit, dass der "Junge", nun als alter Mann seine Lederhose vor dem Schlafengehen zurück in den Schrank legt, griffbereit für den nächsten Tag, an dem er sie auch wieder tragen wird. So wie schon sein ganzes Leben. Die Schranktür schließt sich, es wird dunkel, die Geschichte ist erzählt – vorerst.

Man darf gespannt bleiben, was man als nächstes von den "Bierzeltpunkern ausm Schambachtal" hört.

Wer jetzt schon Lust auf mehr hat, findet das unter www.hundskrippln.de.